PARAPHRASEN

 
 

In Anlehnung an zeitgenössische Theorien der künstlerischen Bezugnahme und des Fake werden in der Serie „Paraphrasen“ etablierte Bildsprachen der europäischen Kunstgeschichte untersucht und neu interpretiert. Manche Bilder lehnen sich an bekannte Werke an, andere sind frei erfunden.


Unser kollektives wie individuelles Gedächtnis ist angefüllt mit Bildern aus unserer Kultur, dem Zeichensystem, in dem wir leben, ohne dass uns diese Präsenz wirklich bewusst wird.

Der Kanonisierung eines Bildes durch Kunstgeschichte und Museen folgt die fortlaufende Reproduktion in diversen Kontexten und Medien. Die Fülle des künstlerischen Schaffens wird verkürzt auf ein „best of.....“, auf ein Arsenal von Versatzstücken, die so oder ähnlich immer wieder auftauchen.


Auf dieser Basis beginnt in der Serie „Paraphrasen“ ein subtiles Spiel zwischen Ähnlichkeit und Neuschaffung, in dem die Grenzen zwischen der Vorlage und dem neuen Bild verschwimmen. Es entsteht eine Neuinterpretation an der Schnittstelle von Wiedererkennen und Differenz.


Authentizität ist eine Frage der Zuschreibung, eine Vereinbarung.

 

Konzept